Goden Fang
von 1964 Tökendorf eV

Der erste Meterhecht


Ein Bericht von Olaf Hartmann


25.09.2004

Goden Fang – Abangeln

 

Beim Abangeln 2004 hatte ich meinen Sohn Lars im Boot.

Spinn und Posenfischen auf Hecht, hatten wir uns vorgenommen.

Wir angelten uns einige Weißfische, von denen wir welche als tote Köderfische an Hechtposen anboten.

Besonders erfolgreich verlief das Abangeln, für uns nicht.

Wir hatten zwar einige Hechte gefangen, aber das Vereinsmindestmaß von 60 cm erreichten diese nicht.

Bis auf einen etwa 55 cm langen Hecht, der eine Kiemenverletzung hatte, wurden alle zurück in ihr Element gesetzt.

Wir müssen was anderes probieren meinte ich.

Da wir beim ankern nur kleine Hechte gefunden hatten, entschloss ich mich einige gute Stellen schleppend abzusuchen.

Ein Rapala und eine Mannswobbler wurden montiert und los ging es.

Die größeren Hechte wollten einfach nicht an die Leine.

Die Zeit verging und ich ruderte Richtung Vereinsgelände, weil das verabredete Angelende näher kam.

Über 2, 5 Metern Wassertiefe, an einer Kante zu einem Flach kam er doch noch, der ersehnte gute Biss.

Ich sah sofort, dass es ein guter Fisch sein musste, der den hellroten, 11er Rapala Jointed  genommen hatte.

„Biss!“

Den Hecht drillst du!“: meinte ich zu Lars.

Zwei Tage vor seinem 12. Geburtstag nahm er die Rute aus dem Halter und hatte einen Fisch an der Angel, der auf gar keinen Fall, mit nach Prasdorf wollte.

Immer wieder flüchtete der große Hecht und Lars wurde langsam müde.

Er fragte, weil er Angst hatte den Fisch zu verlieren, ob ich die Angel mal nehmen möchte.

Klares „NEIN“, du machst das gut!

Wenn er abgeht, ist es nicht schlimm.

Ich fange auch nicht jeden Fisch der anbeißt und das ist auch gut so.

Wenn man jeden Fisch erfolgreich landen würde, währe Angeln nur halb so schön.

Das beruhigte ihn und er drillte weiter.

Inzwischen waren Thomas Plohmann und Michael Slany vorbeigerudert und ich meinte, dass wir uns etwas verspäten könnten.

„Alles klar“: signalisierten die Beiden uns rüber.

Langsam drillte Lars den Fisch müde, er legte sich auf die Seite und wurde über den Kescher geführt.

Angehoben und rein ins Boot.

Über einen Meter lang, das war im Wasser schon klar.

Der Hecht war deutlich über der magischen Metermarke.

Glückwunsch an Lars, der sich erstmal setzen musste.

Der Fisch wurde versorgt und gemessen.

Für einen Septemberhecht etwas zu schlank, aber im Boot  gemessen,111 Zentimeter lang.

Als wir zum Hafen ruderte hatte sich der Drill schon herumgesprochen.

Einige Angler erwarteten uns auf den Stegen.

Es machte Lars sehr glücklich, von den erfahrenen Anglern ein anerkennendes Schulterklopfen zu ernten.

Stolz präsentierte der Junge seinen Fisch.







Auf dem Vereinsmaß  112 Zentimeter lang und 8,4 kg schwer.

Von dem Hecht gibt es einen kleinen Film und einige Fotos, die zu Hause geknipst wurden.





Ein Tag, den ich nicht vergessen werde.

 

Olaf Hartmann

Fotos: Olaf Hartmann

Anbei noch der von Olaf erwähnte Film, viel Spaß beim anschauen.
 





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