Goden Fang
von 1964 Tökendorf eV

Feierabendangeln, Mai 2005


Ein Bericht von Olaf Hartmann



Endlich Feierabend, schönes Wetter, der See ruft.

Abendessen fällt aus, lieber Angeln.

Ne Stulle zum mitnehmen gemacht.

Die genügt um den Feierabendhunger zu stillen

Lars möchte mit.

Aber er will mit seinem eigenen Boot fahren.

4 Ruten gepackt und los geht es.

Nebeneinander schleppen wir Richtung Ziegeleibucht, wo wir mit Wobblern und Spinnrute auf Hecht angeln wollten.





Schon kurz hinter der Bojenlinie bekomme ich einen Biss auf einen blau-weißen Stretch 1- von Manns.

Nach kurzem Drill lande ich per Hand einen etwa 58 cm langen Hecht, den ich schonend zurücksetze.

Lars war etwas vor mir und drillt grade ein Krautbüschel.

„Wobbler läuft zu tief, du musst wechseln! Was ist das für einer“? rufe ich rüber.

Antwort: „Keine Ahnung, ein blauer, ich lass den dran.

Na, du wirst schon sehen, was passiert, dachte ich mir so.

Erstmal wird es tiefer, aber kurz vor der Bucht kommt ein Flach und er wird den nächsten Hänger bekommen!

Kurz bevor es links in die Ziegeleibucht geht, rudert Lars auf die flache Stelle,.

Was passiert?

Genau!

Er hängt fest!

Siehste, rufe ich rüber, hab ich dir doch gesagt!

Komischer Hänger grinst Lars.

Der nimmt Schnur von der Rolle.

Tatsächlich, die Rute ist krumm.

Lars drillt und ich rudere dichter an ihn rann um einige Fotos zu machen.











Ein Schwall und eine wieder ablaufende Rollenbremse kurz vor dem Boot kündigen einen besseren Fisch an.

Lars sagt:“ Das ist ein Zander, ich habe ihn gesehen“!

Ich glaube das nicht.








Es ist nur 1,5 Meter tief und eine Stelle, wo immer wieder gute Hechte beißen.

Spinn nicht, meine ich, das ist sicherlich ein guter Hecht.

Nachdem Lars mir erklärt hat, dass seine Fischereiprüfung erst ein Jahr her war und er durchaus weiß wie ein Zander aussieht, entschließe ich mich, nichts mehr zu sagen.

Er hat den Fisch inzwischen wieder zum Boot gedrillt und greift zum Kescher.






Ich sehe gleich, dass das nichts wird.

Er hat einen Anfängerfehler gemacht und den Fisch zu dicht an die Rutenspitze gedrillt.

Nun ist der Kescherstiel zu kurz und er muss mit der Hand, gegen die Bremse, etwas Schnur von der Rolle ziehen um an den Fisch zu kommen.

Lars löst die Bremse zu weit und der Fisch schwimmt wieder weg.

Nach einer Ehrenrunde ums Boot, bei der Lars geschickt die zweite Rute anhebt, um den Fisch unter durch schwimmen zu lassen, drillt er ihn wieder in Keschernähe.





Diesen muss er nach kurzen Fluchte, noch zweimal aus der Hand legen, aber dann hat er ihn im Netz.

Sag ich doch, meint er, ein Zander.

Tatsächlich!

Der Junge hat seinen erste Zander gefangen und kein schlechter!

76 cm lang und gut im Futter.





Ich beglückwünsche ihn erstaunt und frage nach dem Wobbler.

Nachdem er den Fisch, betäubt und mit Herzstich getötet hat, zeigt er ihn mir.




Wobblername unbekannt, Chrom/blau, schlanke Form und etwa 9 cm lang.

Geschätzte Tauchtiefe, etwa 2,5 Meter.

Lars ist langsam gerudert, weil er nach meinem Hechtdrill auf mich warten wollte.

Nur deshalb bekam er vorher nur einen Grundkontakt.

Den Wobbler habe ich auf dem einem Flohmarkt in Rendsburg gekauft.

Muss nicht immer alles teuer und neu sein, dass hatte sich wieder einmal bestätigt.

In der Bucht fing ich noch zwei Hechte und Lars einen Barsch, der einem vorgebundenen Minitwister nahm.

Kurz vor der Dämmerung machten wir Schluss.







Lars war stolz, ich auch und zusammen freuten wir uns über dieses erfolgreiche Feierabendangeln.

 

Olaf Hartmann


Fotos: Olaf Hartmann