Goden Fang
von 1964 Tökendorf eV

Tobis Lachstrip vor Rügen 2013




Wie versprochen ein kurzer Bericht von meiner diesjährigen Rügen Tour.

Am 09.04. brach ich mit Phil und Olaf (Boot Baltic Drive) nach Rügen auf. Letztlich kamen wir alle auf dem Campingplatz Schaprode in einem Wohnwagen mit großem Vorzelt unter. Das waren wie immer lustige Tage .

Ich fuhr auf einem Boot eines Kollegen des Bootsanglerclubs mit. Wind und Nebel sollten uns nicht allzu sehr schrecken. Die Tage zuvor war insgesamt schlecht gefangen worden und das Wasser hatte eine hohe Trübung, die dann aber wieder weg war. Am ersten Tag bei frischer Brise konnten wir weit draußen auf 35-40m Wassertiefe fischen. Leider wurden wir nur mit vier kurzen Anfassern belohnt. Hätte ich trotz des Windes doch bloß die Köderfische mitgenommen…

Am zweiten Tag eine sehr gute Windvorhersage, doch Nebel verhinderte für alle Boote ohne Radar eine Ausfahrt zu den bekannten Angelplätzen. Wir entschieden uns trotzdem aus den Bodden rauszufahren und zu gucken, wie die Sicht vor Ort ist. Vielleicht beißt ja eine Meerforelle an der Küste. Hier betrug die Sicht dann auch 1km, an ein Fahren ins Zielgebiet war aber nicht zu denken. Wir setzen die Ruten bei 10m Wassertiefe rein und steuerten Richtung Kap. Immer in der Hoffnung, dass das Wetter aufreißt und der Nebel weg geht. Dann sahen wir erste Fischerfähnchen, die wir umfahren mussten, so dass wir langsam auf 20m Wassertiefe kamen. Dorsche wären ja auch nicht schlecht.

Plötzlich um 11:10 Uhr meldete sich die äußere Planerboardrute. Köderfisch unter der Oberfläche geführt. Doch eine Meerforelle? Der Fisch schlug heftig, was auf einen silbernen Flossenträger hin deutete. Unerwarteterweise konnte ich den Fisch nicht halten, so dass schnell etliche Meter Schnur von der Rolle liefen. Nun deutete alles auf einen Lachs hin, der in flachem Wasser gebissen hatte. Es begann ein ca. 40 minütiger Drill, der erst zu meinen Gunsten ausging als wir alle anderen Ruten aus dem Wasser hatten und das Tempo auf Standgas eingestellt hatten. Vorher wurde mir jeder gewonnene Meter Schnur wieder von der Rolle gerissen.

Beim ersten Anblick des Fisches knapp unter der Wasseroberfläche war ich etwas enttäuscht, denn der Fisch war nicht so groß wie erwartet. Der zweite Blick war dann schon im Boot und der war dann famos: 114cm Lachs, ca. 15,5kg! Mein bisher absolut größter Fisch war gelandet. Mit etwas Glück, aber wer nicht wagt wird auch nicht gewinnen.

Der Tag wurde kurz danach von einem weiteren kleinen Lachs abgerundet. Und wieder auf Köderfisch.

Am dritten Tag dann wieder wenig Wind und Nebel. Guter Hoffnung fuhren wir wieder raus auf 20m Wassertiefe gingen an diesem Tag aber komplett leer aus.

Mein Mitfahrer, der nicht von seinen Blinkern loslassen konnte ging leider leer aus. Ich werde diese Tour und diesen Fisch nie vergessen, der nun in 20 Paketen in meiner Kühltruhe ruht.

Die ersten Stückchen direkt von der Grete haben wir bereits am ersten Abend als Sushi verspeist. Olaf hatte Reisröllchen, Wasabi und Soja eingepackt. Einfach lecker und ein echter Genuss.

Fishing is life!

Von Tobias N.